"Aus den Augen ist nicht aus dem Sinn im Mobilfunk", erklärt Jürg Studerus, der bei Swisscom für das Thema Mobilfunk und Gesellschaft verantwortlich ist und präzisiert: "Wenn sich keine Antenne in Sichtweite befindet, dann heisst das mitnichten, dass keine Funkwellen vorhanden sind. Denn schliesslich sendet jedes aktive Endgerät – und zwar umso stärker, je weiter sich eine Antenne entfernt befindet. Die Antenne selbst strahlt vergleichsweise schwach." Erinnern wir uns an Riehen und Münchenstein: Die neuen Standorte wurden wegen Bedenken zu Strahlung verhindert, erreicht wurde das Gegenteil.
Doch wieso müssen Provider wie Swisscom überhaupt ihre Antennen umrüsten? Wieso braucht es plötzlich neue Mobilfunkgenerationen? Studerus zeigt auf eine steil steigende Kurve: "In den letzten 10 Jahren ist das Datenvolumen um den Faktor 100 gestiegen. Nicht nur weil die Menschen mehr surfen – sondern weil neue bequeme Anwendungen wiederum mehr Daten benötigen. Das geht vom Mailanhang, dem mobilen Büro, über die Website bis zur Drohne des Bauers.