Hubert Rhomberg erläutert: «Man muss Wissen konsequent teilen. Kommunikation zwischen allen Einheiten und Stufen ist zentral.» Technologie sei sowieso sekundär. Es gehe um Menschen und die Zusammenarbeit. Wenn ein Polier auf einer Baustelle eine Anwendung wolle, weil er sie beim Kollegen gesehen haben, dann habe man das Ziel erreicht. Man müsse die Menschen gewinnen.
Wenn die Rhomberg Sersa heute in sehr engen Zeitfenster, meist in der Nacht, auf die Baustelle tritt, helfen mehr und mehr digitale Tools den Schwerarbeitern. Die ersten Schritte für die digitale Baustelle sind bereits umgesetzt, wie beispielsweise die Künstliche Intelligenz. Sie erkennt die Baumaschinentypen auf Bildern. Christian Schollenberger, ehemals Head of IT bei Rhomberg Sersa erklärt: «Wir gaben den Data Scientists von Swisscom 40 Stunden Zeit, ein entsprechendes Datenmodell zu entwickeln. Auf Fotos können wir Geräte und Maschinen auf Bildern erkennen. Das Modell hat nun 95 Prozent Treffsicherheit.» Diese Informationen fliessen in die Planung und Logistik ein.
Hubert Rhomberg sagt zu Innovation: «Innovation ist keine Hexerei, sondern systematisches Vorgehen. Ideen sammeln, evaluieren, parkieren, verwerfen oder weiterziehen. Von zehn Ideen schaffen es maximal zwei weiter.» Aber nicht um jeden Preis: «Man muss den Rahmen genau abstecken und aufhören, wenn das gegebene Ziel nicht erreicht ist. Dann werden Ideen verworfen oder die Zeit war noch nicht reif», ergänzt Hubert Rhomberg.