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Zwei Männer auf Eisenbahnbrücke mit IoT Geräten in den Händen
IoT Climate Award

Tracking und Datenanalyse als Schlüssel zum effizienten Transport

Ein kleines Gerät zeichnet die Verkehrswege von Containern auf und kann mit diesen Daten unnötige Fahrten verhindern. Die Schweizer Entwicklung ist weltweit erfolgreich im Einsatz.
Res Witschi
Res Witschi, Delegierter für nachhaltige Digitalisierung
12. August 2021

Eine der umweltfreundlichsten Transportmethoden für Güter ist unbestritten die Schiene. Nur weil ein Stückgut per Güterwaggon auf die Reise geschickt wird, bedeutet das aber nicht, dass dies auch effizient geschieht. «Waggons, die gerade nicht gebraucht werden, werden leer herumgefahren, weil sie entweder etwas abholen müssen oder zu einem Lagerplatz fahren. Leere Fahrten sind aber ineffizient und brauchen unnötig Strom und Zeit.» Das sagt Daniel MacGregor, Co-Founder von Nexxiot. Dieser Spin-off der ETH Zürich hat den diesjährigen IoT Climate Award von Swisscom gewonnen.

 

Mithilfe des «Internet of Things» (IoT) will die Schweizer Firma den Güterverkehr weltweit effizienter und nachhaltiger machen. Dazu haben sie den Globehopper entwickelt, ein Gerät, das am Güterwaggon oder einem Container angebracht und mit Solarenergie versorgt wird. Dieser Globehopper erfasst die gefahrenen Routen und sendet die Information in Echtzeit an die cloudbasierten Datenplattformen von Nexxiot. Dort werden die Daten analysiert und automatisch effizientere Routen berechnet. Das Ergebnis: Gleich viele Wagons transportieren mehr Güter klimafreundlicher.

Dank IoT bessere Logistik

Über das Ausmass der Effizienzsteigerung war am Anfang auch MacGregor überrascht. «Wir hatten von einer holländischen Firma einen Tracking-Auftrag gekriegt und sollten nun aufzeichnen, wie effizient sie ihre Ware transportieren. Das Ergebnis war erschreckend und die Firma hatte bis zu diesem Zeitpunkt selbst keine Ahnung, dass sie so ineffizient arbeiteten.» Für diese Erkenntnis reicht aber der Globehopper nicht. Vielmehr ist es die Gesamtheit der gesammelten Messdaten und die Algorithmen von Nexxiot, welche erst die richtigen Schlüsse zulassen. «Es gibt nämlich kein übergeordnetes Kontrollsystem bei Güterwaggons», so der Firmengründer. Er macht ein Beispiel: «Wenn bei einer Firma eine Lieferung nicht rechtzeitig ankommt, fängt der Logistiker an zu telefonieren und ruft die verschiedenen Stationen an, die der Waggon mit der Ware passiert haben sollte. Bis er ihn findet, dauert es manchmal Tage.» Und diese Mühen vermeidet Nexxiot mit ihrem Service: Sie bringt den Globehopper für ihre Kunden an den Waggons an, analysiert anschliessend die gewonnen Daten automatisch und führt die Kundschaft auf direktem Weg zu mehr Effizienz. MacGregor: «Unser System ermöglicht es so zum Beispiel, dass Waren von verschiedenen Kunden im selben Waggon transportiert werden können – was heute noch nicht gemacht wird.»

30'000 Tonnen CO2 eingespart

Der Warentransport von A nach B ist für sieben Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, Tendenz steigend. Mit ihrem Service trug Nexxiot letztes Jahr zur Einsparung von rund 30'000 Tonnen CO2 in über 160 Ländern bei. Der Erfolg der Firma kommt nicht von ungefähr. «Wir sind ein sehr interdisziplinäres Team, ich war eigentlich Headhunter im Finanzbereich. Aber ich sah das Potenzial von IoT und dass Daten und Datenanalyse im Zeitalter von Big Data extrem wichtig werden», erzählt Daniel MacGregor.

Tracking und Datenanalyse schaffen Transparenz

Gleichwohl soll es nicht bei dem einzigen Angebot von Nexxiot bleiben. MacGregor führt aus: «Wir sind ein Unternehmen, das Innovation und Weiterentwicklung in der DNA trägt. Wir forschen immer weiter und unser Angebot wird sich laufend erweitern und verändern.» So arbeite man aktuell mit der SBB an einem Projekt zur automatischen Erkennung von Entgleisungen, Aufprallen und Stössen, die zu Schäden an Waggons führen.

 

Und wie sieht er die Zukunft von IoT? Daniel MacGregor und sein Team erhalten durch dieses Tracking und die Datenanalyse spannendes Insiderwissen. «Damit wird das ganze System viel transparenter. Aus meiner Sicht ist Transparenz die Zukunft aller globalen Lieferketten. Die Bedeutung von Transparenz ist bis auf die Güterebene bereits so gross, dass man bald nicht mehr mitspielen kann, wenn man nicht transparent ist und seine Daten unter Kontrolle hat.»

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