Welche Produkte wo bezogen werden, weiss Selecta seit Kurzem ganz genau. Durch die Erfassung der Verkaufsdaten mit einer IoT-Lösung können nicht nur die fehlenden Produkte in Echtzeit erfasst, sondern auch die Routen der Nachfüll-Fahrten besser geplant und Störungen sofort erkannt werden. «In der Vergangenheit hatte Selecta 25'000 Verkaufspunkte, über die sie sehr wenig Kontrolle hatte. Früher musste jeweils ein Joy Ambassador (wie die Mitarbeitenden, die sich um das Auffüllen der Automaten kümmern, genannt werden – Anm. d. Verf.) vor Ort sein, um Störungen zu erkennen und herauszufinden, welche Produkte nachgefüllt werden müssen», präzisiert Célette.
Dank der neuen Technologie und der davon abgeleiteten dynamischen Routenplanung konnten die Effizienz und die Kundenzufriedenheit erhöht und somit die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Im Jahr nach der Installation der Telemetrie-Lösung wurden über 880'000 Kilometer eingespart. Ein nächster Meilenstein ist die Nutzung der anonymisierten Daten und dadurch die Erfassung des Konsumentenbedürfnisses in Echtzeit, mit dem Ziel, Treueprogramme zu implementieren. «Die grösste Herausforderung dabei ist es, das Paradox zu lösen zwischen einem hohen Grad an Individualität bei gleichzeitig hoher Standardisierung hinsichtlich der 25'000 Verkaufspunkte in der Schweiz», erklärt Frank Keller, Geschäftsführer Selecta Schweiz.