Fastweb + Vodafone wird Gespräche mit INWIT aufnehmen, um einen Migrationsplan zu vereinbaren, der sich gemäss den Bestimmungen des MSA über mehrere Jahre erstreckt und die betriebliche Kontinuität bis März 2028 und darüber hinaus sicherstellt. Der Migrationsplan stützt sich auf Vereinbarungen mit Drittanbietern von passiver Infrastruktur und auf Initiativen mit Beteiligung von Fastweb + Vodafone.
Die Entscheidung, den MSA zu kündigen, basiert darauf, dass die Kosten für Mobilfunkstandorte von INWIT über dem Marktniveau liegen und das Unternehmen sich weigert, formelle Verhandlungen aufzunehmen, um sich den marktüblichen Konditionen anzupassen. Die über dem marktüblichen Niveau liegenden Preise von INWIT beschränken die Möglichkeiten von Fastweb + Vodafone, die erforderlichen Investitionen zu tätigen, um hochwertige Mobilfunknetze zu unterhalten und die Digitalisierung Italiens voranzutreiben.
Durch die Kündigung der Verträge mit INWIT kann Fastweb + Vodafone nach und nach finanzielle Mittel in den Ausbau neuer Infrastruktur umlenken, die Netzqualität und -abdeckung verbessern, den 5G-Ausbau beschleunigen und das derzeitige Investitionsvolumen von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr wirksam einsetzen.
Fastweb + Vodafone bestätigt, dass alle getroffenen Massnahmen in vollem Einklang mit dem MSA stehen, einschliesslich des Rechts, den Vertrag mit einer Frist von zwei Jahren zum Ende März 2028 zu kündigen. Als es im Dezember 2020 zu einem Kontrollwechsel (wie im MSA eindeutig definiert) kam, machte INWIT von seiner Option zur Verlängerung der Laufzeit des MSA keinen Gebrauch, sodass die ursprüngliche Laufzeit des Vertrags weiter gilt.
Angesichts wiederholter öffentlicher Erklärungen von INWIT, wonach der aktuelle MSA einer festen Laufzeit bis 2038 unterliege, hat Fastweb + Vodafone vor den zuständigen Gerichten Klage eingereicht, um sein vertragliches Recht auf Kündigung des MSA feststellen zu lassen.
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