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It's a Man's World - oder?

IT-Berufe werden nach wie vor von Männern dominiert. Doch die Branche ist im Umbruch und eine riesige Nachfrage nach Fachkräften zwingt grosse und kleine Unternehmen zum Handeln. Swisscom hat diese Herausforderung bereits früh erkannt und übernimmt Verantwortung, und zwar nicht nur für sich selbst.
Tobias Frehner
Tobias Frehner , Corporate Journalist
08 dicembre 2021

Gerade einmal 31'600 Frauen arbeiteten 2018 laut einer Studie der Job Plattform Honeypot in der Schweizer IT-Branche. Anders ausgedrückt: Nur 14.5% der IT-Spezialisten in der Schweiz sind weiblich. Dabei sieht sich die Branche mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Denn die Nachfrage nach IT-Talenten ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und führt laut der ICT-Berufsbildung dazu, dass in der Schweiz bis ins Jahr 2028 über 35'000 Fachkräfte fehlen. Zudem führt die steigende Nachfrage dazu, dass die Löhne in diesem Sektor seit Jahren immer weiter ansteigen. Laut einer Berechnung der NZZ liegt der Medianlohn mit CHF 9'100.- pro Monat höher als in allen anderen Branchen.

Mehr als nur Lückenfüller

Ein hoher Lohn allein scheint aber dennoch nicht zu reichen, um mehr junge Frauen für die IT-Welt zu begeistern. Denn während die Anzahl ICT-Lernende seit 2010 um 46% auf über 10'000 gestiegen ist, hat sich der Frauenanteil praktisch nicht verändert und blieb stets zwischen 11 und 12 Prozent. Erst im letzten Jahr stieg dieser Wert zum ersten Mal seit 2010 leicht an, wenn auch nur auf 13 Prozent. Ob diese Veränderung auf die Pandemie und den damit verbundenen Digitalisierungsschub zurückzuführen ist, lässt sich anhand des doch eher kleinen Anstiegs nur sehr schwer beurteilen. Deutlicher aber ist: Laut SECO gibt es trotz der grösseren Anzahl Lehrstellen bei den meisten Informatikberufen einen ungedeckten Fachkräftebedarf. Starke Indikatoren dafür sind in erster Linie die vielen offenen Stellen bei gleichzeitig tiefer Arbeitslosigkeit und die weiterhin starke Abhängigkeit von kürzlich zugewanderten ausländischen Arbeitskräften. In einem aktuellen Positionspapier von digitalswitzerland ist zudem festgehalten, dass die hohen Qualifikationsanforderungen – und damit einhergehend eine vergleichsweise hohe Spezifizität der Informatikberufe – die Suche nach entsprechend qualifizierten Fachkräften zusätzlich erschwert. Wenn die IT-Branche die Lücke bei ihren Fachkräften zukünftig nachhaltig schliessen will, dann ist die Branche auf hochqualifizierte weibliche Fachkräfte angewiesen, denn ohne sie ist der Bedarf kaum zu decken.

Swisscom übernimmt Verantwortung

Die grossen Tech-Giganten werben junge Fachkräfte nach ihrer Ausbildung aber längst nicht mehr nur mit hohen Löhnen ab. Zusätzlich werden auch noch weitere grosszügige Benefits wie gratis Essen, kostenlose Fitnesscenter, flexible Arbeitszeiten oder drei Monate Vaterschaftsurlaub angeboten. Gerade kleinere Schweizer Unternehmen können mit diesen Vorteilen nur sehr schwer mithalten. Das hat zur Folge, dass einige wenige grosse Firmen alle Fachkräfte abziehen und so den Schweizer Fachkräftemarkt austrocknen. Dazu kommt, dass die amerikanischen Multis in der Schweiz zwar gut bezahlen, allerdings kaum eigene Lernende ausbilden. Ein krasser Gegensatz zu Swisscom, wo aktuell insgesamt 517 IT-Lernende ausgebildet und praxisorientiert auf die Zukunft vorbereitet werden.

Grafik IT Lehrlinge

Von diesen über 500 Lernenden sind knapp 30% weiblich. Erfreulich, denn im Vergleich mit dem gesamten Konzern ist die Zahl beim Nachwuchs dreimal höher. So sind im Jahr 2021 beispielsweise nur gerade 11.9% der IT-Spezialisten von Swisscom weiblich. Im Vergleich mit anderen Unternehmen ist Swisscom also mit Blick auf die Zukunft vergleichsweise gut unterwegs. Das bestätigt auch Samira Bingesser. Sie ist Betriebsinformatikerin im vierten Lehrjahr und stellt ihrem Ausbildungsbetrieb ein gutes Zeugnis aus: «Swisscom setzt sich aktiv für Frauen in IT-Berufen ein». Es brauche aber noch mehr Angebote, die speziell auf die weibliche Zielgruppe zugeschnitten werden, sagt Samira. Nur wenn die jungen Frauen bereits in der Schule verstehen, welche zentrale Rolle sie in diesem System haben, werden sie sich für einen Job im IT-Bereich entscheiden. Es lässt sich also festhalten: Die IT-Branche ist eine Männerwelt, die sich aber immer mehr um Frauen dreht.

 

Ausbildungschef Marc Marthaler sagt im Video, was Swisscom unternimmt, um junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. Zudem erzählt die Lernende Samira Bingesser, warum sie einen IT-Beruf gewählt hat und was sie anderen jungen Frauen mit auf den Weg geben will.

 

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