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Job Rotation - Das Steuer erfolgreich übergeben

Das passiert, wenn ein Marketingleiter für 10 Wochen den Job eines Hotline-Verantwortlichen übernimmt - ein erfrischender Sprung ins kalte Wasser. Marcel Nyffenegger und Tom Buschor berichten vom geglückten Experiment.
Chiara  Schweizer
Chiara Schweizer, Mediamatikerin bei Campaigning & Consulting
31 gennaio 2022

Marcel, Tom, ihr seht beide recht erholt aus - bei dir Marcel ist es naheliegend, denn du warst im Sabbatical. Und dir Tom, hat die "Hotline-Luft" gutgetan?

Marcel: Ja konnte mich wirklich gut erholen. Ich konnte mich komplett vom Business ausklinken und hatte null Kontakt mit jemandem von Swisscom, was ich mit Tom und den Teamleads auch so abgesprochen hatte.

 

Tom: (lacht) Ja, die 10 Wochen waren wirklich extrem cool und haben Spass gemacht – was ich im Vorfeld so nicht erwartet hätte. Ich bin positiv überrascht von den verschiedenen Facetten: Sei es, dass ich selber sehr viel davon profitieren konnte, bis hin zur Erkenntnis, dass man etwas Positives bewirken kann, rein dadurch, dass man Dinge anders angeht. Es «het gfägt»!

Was sind eure wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Job Rotation?

Tom: Erstens: die Erkenntnis, dass man dieses Experiment auch ohne fachlichen Background durchführen kann. Zweitens: Dass es für beide Seiten durchaus wertvoll ist, mal eine andere Perspektive, einen anderen Blickwinkel, einzunehmen. Drittens: Eine solche Job Rotation eignet sich hervorragend um das gegenseitige, abteilungsübergreifende Verständnis zu fördern. Ein Verständnis, welches mir auch im jetzigen Job viel bringt. Ich glaube auch, dass uns das als Unternehmen hilft, noch besser zu werden. Und zuletzt noch viertens: Sein eigenes Netzwerk erweitern zu können. (grinst)
Der einzige Negativ-Punkt (auch aus den Teamleads): Es war fast zu kurz. Um grössere Themen zu Boden zu bringen oder grössere Veränderungen zu realisieren, reichen 10 Wochen nicht.

 

Marcel: Was es mir wieder einmal gezeigt hat – und das haben wir im Vorfeld schon so besprochen – wenn jemand kommt, der von der Fachdimension keine allzu grosse Ahnung hat, führt das automatisch dazu, dass andere Leads, welche tief im Fachgebiet sind, einen Schritt vorwärts machen dürfen oder müssen. Und das wird mit diesem Experiment zusätzlich gefördert – das wurde auch sehr geschätzt.

Wie bist du (Tom) vorgegangen, wenn du mal irgendwo keine Ahnung hattest oder etwas nicht funktioniert hat? Gab es das überhaupt?

Tom: (lacht) Inhaltlich hatte ich auf den meisten Themen null Ahnung. Aber ich habe das auch als Vorteil erlebt, denn man schaut das Thema ganz anders an. Ich fand das eigentlich sehr bereichernd. Schlussendlich gibt es immer jemanden mit dem entsprechenden Knowhow, das Einzige was du tun musst, ist herausfinden wer!

Und wie war das Feedback aus euren Teams?

Marcel: Ich habe nur Positives gehört, alles andere sagen sie mir nicht (lacht). Nein Scherz, die Job Rotation kam wirklich gut an. Es war auch im Vorfeld so abgesprochen, denn durch längere Abwesenheiten konnte es bei mir im Team niemand übernehmen und Tom wiederum konnte jemandem eine Stellvertretungschance geben – so hat es einfach gerade gepasst. Wenn man so eine Rotation macht, wenn jemand ins Sabbatical geht, gibt es für den einen Part eine Entwicklungsmöglichkeit, aber für den anderen eben nicht – dafür den Luxus eines ungestörten Sabbaticals wie in meinem Fall (lacht).

Und ihr, würdet ihr es wieder tun?

Tom: Auf jeden Fall - Marcel, ich habe sonst 2023 Sabbatical, wenn wir es dann nochmal wagen wollen.

 

Marcel: Ja, schauen wir dann, ob es wieder so gut aufgeht wie dieses Mal, grundsätzlich abgeneigt bin ich sicher nicht (lacht).

Danke euch zweien für die spannenden Insights zu eurem Experiment. Wir schauen sonst wieder vorbei, wenn ihr es wieder durchführt, vielleicht ja bei deinem Sabbatical Tom!

 

Info rund um Job Rotation @Swisscom

Wir glauben an den grossen Mehrwert von Job Rotations und möchten die Zusammenarbeit im oberen Kader durch ein verbessertes Verständnis von Business und Arbeitsabläufen ausserhalb des eigenen Verantwortungsbereiches stärken. Warum? Weiterentwicklung und konstantes Lernen sind wichtig, damit wir selber, aber auch Swisscom erfolgreich bleiben. Swisscom stellt dazu eine Reihe von Entwicklungsangeboten zur Verfügung.

 

Auch Job Rotations sind in diesem Kontext zu sehen: Damit lassen sich Grenzen und Funktionen überschreiten, Silos brechen und neue Wege gehen; genau das Mindset, welches es in unserer schnell wandelnden Welt braucht. Job Rotations bieten die Möglichkeit, ein neues Arbeitsgebiet kennen zu lernen und damit verbunden neue Skills, Methoden und Arbeitsläufe zu lernen und ihren Erfahrungsschatz weiter zu verbreitern. Wir möchten in den nächsten Monaten im Rahmen von zwei bis drei weiteren Job Rotations auf Führungsstufen Erfahrungen dazu sammeln.

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Chiara Schweizer

Mediamatikerin bei Campaigning & Consulting

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