Risiko­management

Das unternehmensweite Risikomanagement von Swisscom bezweckt den Schutz des Unternehmenswerts. Es berücksichtigt sowohl externe wie auch interne Ereignisse und basiert auf den etablierten Standards COSO II und ISO 31000.

«Wir sind nur vertrauens­würdig, wenn wir uns korrekt verhalten.»

Klaus Rapp,
Leiter Internal Audit

Kontroll­instrumente

Der Verwaltungsrat ist zuständig für die Einrichtung und Überwachung der konzernweiten Assurance-Funktionen Risikomanagement, internes Kontrollsystem, Compliance Management und interne Revision (Internal Audit). Er lässt sich darüber mindestens jährlich umfassend informieren.

Der Verwaltungsrat hat als Ziel festgelegt, den Unternehmenswert durch ein konzernweites Risikomanagement zu schützen. Eine Unternehmenskultur, die einen bewussten Umgang mit Risiken fördert, soll die Zielerreichung unterstützen. Swisscom hat entsprechend ein konzernweites, zentrales Risikomanagementsystem implementiert. Dieses orientiert sich an der ISO-Norm 31000 und berücksichtigt externe und interne Ereignisse. Swisscom führt eine stufengerechte und vollständige Berichterstattung sowie eine angemessene Dokumentation. Ihr Ziel ist es, wesentliche Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu beurteilen und zu behandeln. Dazu arbeitet die – dem CFO und dem Bereich Controlling unterstellte – zentrale Organisationseinheit für Risikomanagement eng mit der Controllingabteilung, der Strategieabteilung, weiteren Assurance-Funktionen und operativ tätigen Einheiten zusammen. Das Risikomanagementsystem wird periodisch durch einen externen Auditor geprüft. Swisscom bewertet ihre Risiken hinsichtlich der Eintretenswahrscheinlichkeit sowie der quantitativen und qualitativen Auswirkungen im Eintrittsfall. Sie steuert die Risiken auf Basis einer Risikostrategie. Dabei setzt sie die Auswirkung der Risiken mit den wichtigsten Kennzahlen ins Verhältnis. Swisscom überprüft und aktualisiert ihr Risikoprofil vierteljährlich. Der Ausschuss Revision & ESG Reporting und die Konzernleitung erhalten quartalsweise einen Bericht über die Risiken. Im April und Dezember werden der Verwaltungsrat und der Ausschuss Revision & ESG Reporting vertieft über die wesentlichen Risiken, deren mögliche Auswirkungen und die Massnahmen informiert. Der Vorsitzende des Ausschusses Revision & ESG Reporting wird in dringenden Fällen zeitnah über neue, wesentliche Risiken in Kenntnis gesetzt.

Das interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet mit angemessener Sicherheit die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung. Es soll wesentliche Fehler in der Konzernrechnung, in den Jahresrechnungen der Konzerngesellschaften sowie im Vergütungsbericht verhindern, aufdecken und korrigieren. Das IKS umfasst die Bestandteile Kontrollumfeld, Beurteilung der Rechnungslegungsrisiken, Kontrollaktivitäten, Überwachung der Kontrollen sowie Information und Kommunikation. Der dem CFO unterstellte Fachbereich Accounting steuert und überwacht das IKS. Internal Audit prüft periodisch das Vorhandensein und die Wirksamkeit des IKS. Im Rahmen der Überwachung und der Prüfung festgestellte bedeutsame Mängel im IKS werden zusammen mit den Korrekturmassnahmen im Statusbericht zwei Mal jährlich dem Ausschuss Revision & ESG Reporting und jährlich dem Verwaltungsrat berichtet. Ändert sich die Einschätzung der Risiken gemäss IKS wesentlich, wird der Vorsitzende des Ausschusses Revision & ESG Reporting zeitnah informiert. Die Behebung der Mängel durch Korrekturmassnahmen wird zentral überwacht. Der Ausschuss Revision & ESG Reporting beurteilt auf Basis der periodischen Berichterstattung die Funktionsfähigkeit des IKS.

Der Ver­wal­tungs­rat hat als Ziel festgelegt, den Swisscom Konzern sowie seine Organe und Mit­ar­bei­ten­den durch die Wahrung der konzernweiten Compliance vor rechtlichen Sanktionen, finanziellen Verlusten sowie Re­pu­ta­ti­ons­schäden zu schützen. Eine Un­ter­neh­menskultur, welche die Bereitschaft zum vorschriftskonformen Verhalten fördert, soll die Erreichung dieses Ziels un­ter­stüt­zen. Die Grundsätze sind im vom Ver­wal­tungs­rat verabschiedeten Ver­hal­tens­ko­dex festgehalten. Swisscom hat entsprechend ein kon­zern­wei­tes und zentrales Compliance-System implementiert. Im Rahmen dieses Systems identifiziert Group Compliance jährlich risikobasiert diejenigen Rechts­bereiche, die durch das zentrale System zu über­wachen sind. In diesen Rechtsbereichen wird die Ge­schäfts­tä­tig­keit der Kon­zern­ge­sell­schaf­ten periodisch und proaktiv geprüft, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die er­for­der­lichen Mass­nah­men festzulegen. Die betroffenen Mit­ar­bei­ten­den werden über die Mass­nah­men informiert und die Umsetzung der Mass­nah­men wird überwacht. Die dezentralen Compliance-Funktionen überwachen selbständig die Einhaltung der in ihrem Verantwortungsbereich stehenden Rechtsgebiete und berichten an Group Compliance. Einmal jährlich überprüft Group Compliance die Angemessenheit und Wirksamkeit des Systems. In einzelnen Bereichen erfolgt im Weiteren jährlich eine Prüfung der getroffenen Mass­nah­men durch externe Auditoren (Finanzintermediation nach Geldwäschereigesetz). Einmal jährlich berichtet Group Compliance dem Ausschuss Revision & ESG Reporting und dem Ver­wal­tungs­rat über ihre Tätigkeit und ihre Einschätzung der Risiken. Erfolgen wesentliche Änderungen in der Einschätzung der Risiken oder werden schwere Verstösse festgestellt, so wird der Vorsitzende des Ausschusses Revision & ESG Reporting zeitnah informiert.

Der Bereich Internal Audit nimmt die interne Revision wahr. Internal Audit unterstützt den Ver­wal­tungs­rat der Swisscom AG und dessen Ausschuss Revision & ESG Reporting bei der Wahrnehmung seiner gesetzlichen und reglementarischen Aufsichts- und Kontrollpflichten. Ferner unterstützt Internal Audit das Management, indem es auf Potenziale zur Verbesserung der Ge­schäfts­pro­zes­se und der Assurance-Funktionen hinweist. Es dokumentiert die Prüfungsfeststellungen und überwacht die Umsetzung der Mass­nah­men. Internal Audit ist konzernweit mit der Planung und Durchführung von Prüfungen gemäss den Richtlinien des Berufsstands beauftragt und verfügt über ein Höchstmass an Unabhängigkeit. Es ist direkt dem Präsidenten des Ver­wal­tungs­rats unterstellt und berichtet an den Ausschuss Revision & ESG Reporting. Administrativ berichtet Internal Audit an den Leiter Group Strategy & Board Services.

Internal Audit pflegt eine enge Koordination und den In­for­ma­ti­ons­aus­tausch mit der externen Re­vi­si­ons­stel­le. Die externe Re­vi­si­ons­stel­le hat uneingeschränkten Zugang zu den Prüfberichten und Prüf­dokumenten von Internal Audit. Es erstellt, gestützt auf eine Risikoanalyse, jährlich den integrierten strategischen Prüfplan, der den Jahresplan der internen wie der externen Re­vi­si­ons­stel­le in koordinierter Form umfasst, und legt diesen dem Ausschuss Revision & ESG Reporting zur Genehmigung vor. Unabhängig davon kann der Ausschuss Revision & ESG Reporting Sonderprüfungen aufgrund von Hinweisen veranlassen, die auf der von Internal Audit betriebenen Whistleblowing-Plattform eingehen. Dieses vom Ausschuss Revision & ESG Reporting genehmigte Meldeverfahren erlaubt die anonyme Eingabe von Beanstandungen, u.a. hinsichtlich der externen Rechnungslegung und Finanzberichterstattung, an Internal Audit, wo die Weiterbearbeitung sichergestellt wird. An seinen mindestens vier­tel­jähr­lich statt­fin­den­den Sitzungen wird der Ausschuss Revision & ESG Reporting über Prüf­ergebnisse, die auf der Whistle­blowing-Plattform ein­gegangenen Meldungen sowie den Stand der Mass­nahmen­umsetzung orientiert. Der Leiter der internen Revision hat 2021 an allen sechs Sitzungen des Ausschusses Revision & ESG Reporting teil­ge­nom­men.

Swisscom setzt auf zertifizierte Managementsysteme, die auf anerkannten internationalen Standards basieren. Sie stellen sicher, dass Swisscom ihre Leistungen in kontrollierter Qualität erbringt und systematisch entwickelt, vereinfacht und verbessert. Zusammen bilden sie das integrierte ISO / IEC Managementsystem der Swisscom und werden von der externen Prüfgesellschaft SGS regelmässig kontrolliert.

Zum ISO / IEC Managementsystem

Der Ausschuss Revision & ESG Reporting prüft im Auftrag des Verwaltungsrats die Zulassung der Revisionsstelle als staatlich beaufsichtigtes Revisionsunternehmen und deren Unabhängigkeit sowie die Leistung der Revisoren. Die Revisionsstelle wird jährlich durch die Generalversammlung gewählt. Diese hat 2019 PricewaterhouseCoopers AG (PwC) als neue Revisionsstelle der Swisscom AG und ihrer Konzerngesellschaften gewählt. Fastweb wird bereits von PricewaterhouseCoopers S.p.A. geprüft.

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«Gute Corporate Governance muss verinnerlicht sein.»

Michael Rechsteiner,
VR - Präsident

Risiko­situation und Faktoren

Treiber für Risiken sind Veränderungen der Märkte, des Wettbewerbs, der Technologie, der Regulierung und der Politik. Traditionelle Telekommunikationsdienste verlieren an Bedeutung. Neue Dienste in den Bereichen Digitalisierung und IT-Leistungen sollen die Umsatzeinbussen aus dem Kerngeschäft kompensieren. Die Marktentwicklungen führen langfristig zu tiefgreifenden Anpassungen mit Risiken in den Bereichen Geschäftsmodell, Technologie und Humankapital.

Die Wettbewerbsdynamik wird durch Infrastrukturanbieter sowie durch Dienstanbieter ohne eigene Netzinfrastruktur getrieben. Die Dynamik nimmt zu und erzeugt einen Transformationsdruck. Während der Transformation gilt es, die Komplexität aus dem Parallelbetrieb alter und neuer Technologien zu verringern, um neue und attraktive Dienste sicherzustellen. Es besteht das Risiko, dass einerseits Umsätze aus dem klassischen Telekommunikationsgeschäft während der Transformation nicht nachhaltig gesichert werden können und sich gleichzeitig die technische Komplexität nicht verringern lässt.

Die Ausgestaltung der Regulierungen birgt für Swisscom Risiken, welche die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens negativ beeinflussen können. Zudem könnten Sanktionen der Wettbewerbskommission das Geschäftsergebnis von Swisscom mindern und der guten Reputation des Unternehmens Schaden zufügen. Schliesslich könnten überhöhte politische Ansprüche (z.B. in Bezug auf die Grundversorgung) das heutige Wettbewerbssystem grundsätzlich in Frage stellen.

Das Bedürfnis der Kunden nach Breitbandzugängen wächst rasant und parallel zur steigenden Attraktivität der Geräte und IP-basierter Dienste (Smartphones, IPTV, OTTs usw.). Im Bestreben, die aktuellen und künftigen Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen und die eigenen Marktanteile zu halten, steht Swisscom in einem intensiven Wettbewerb mit den Kabelgesellschaften und anderen Netzbetreibern. Der dadurch notwendige Netzausbau erfordert hohe Investitionen. Um finanzielle Risiken zu reduzieren und die Abdeckung zu optimieren, richtet sich der Netzausbau nach Siedlungsdichte und Kundenbedürfnis. Es bestehen erhebliche Risiken, falls Swisscom ihr Netz teurer als geplant errichten muss oder falls langfristig erwartete Erträge ausbleiben. Swisscom passt die Bandbreitenerhöhung des Zugangsnetzes laufend den veränderten Rahmenbedingungen und den technischen Möglichkeiten an und minimiert so die Risiken.

Die stetigen Veränderungen der Rahmenbedingungen und der Märkte erfordern einen kulturellen Wandel des Unternehmens. Die wesentlichen Herausforderungen bestehen darin, trotz des Kostendrucks die Motivation und sehr hohe Verbundenheit der Mitarbeitenden mit Swisscom zu erhalten; ferner parallel Wachstums- und Effizienzfelder zu bewirtschaften, die fachliche Anpassungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhöhen und die Attraktivität von Swisscom am Arbeitsmarkt zu erhalten.

Die Wettbewerbsdynamik in Italien birgt Risiken, die sich ungünstig auf die Strategie von Fastweb auswirken können und so das prognostizierte Umsatzwachstum gefährden könnten. Risiken können sich besonders im Zusammenhang mit dem Markteintritt neuer Wettbewerber ergeben. Fastweb begegnet der Dynamik mit der ständigen Anpassung von Services, Organisation, Prozessen sowie Partnerschaften. Veränderungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld können sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf den Unternehmenswert auswirken.

Die Nutzung der Dienste von Swisscom ist in hohem Mass von technischen Infrastrukturen wie Kommunikationsnetzen oder Informatikplattformen abhängig. Ein grossflächiger Geschäftsunterbruch stellt sowohl ein finanzielles als auch ein beträchtliches Reputationsrisiko dar. Höhere Gewalt, Naturereignisse, menschliches Versagen, Hard- und Softwareausfälle, kriminelle Handlungen von Drittpersonen (z.B. Computerviren, Hacking) oder die laufend steigende Komplexität und Interdependenz moderner Technologien können zu Schäden oder Funktionsunterbrüchen führen. Redundanzen, Notfallpläne, Stellvertreterregelungen, Ausweichstandorte, die sorgfältige Auswahl von Lieferanten und weitere Massnahmen sollen Swisscom in die Lage versetzen, jederzeit die von den Kunden erwarteten Leistungen zu erbringen.

Swisscom stellt die analoge Telefonie auf das Internet Protokoll (IP) um. Diese Trans­for­ma­ti­on soll Swisscom befähigen, beweglicher und effizienter zu produzieren. Die bisherigen Erfahrungen mit der IP-Technologie sind positiv. Die Komplexität der bestehenden Swisscom IT-Architektur kann sowohl in der Umsetzungs- als auch in der Betriebsphase zu Risiken führen. Sollten diese Risiken eintreten, könnten eine verzögerte Einführung neuer Dienste und Mehrkosten die Wett­be­werbs­fä­hig­keit beeinträchtigen. Die Trans­for­ma­ti­on wird von der Konzernleitung eng begleitet. Der Bereich der Internetsicherheit ist geprägt durch eine rasante Ent­wick­lung und Veränderung von Technologie, Wirtschaft und Ge­sell­schaft sowie von deren ge­gen­sei­ti­gen Abhängigkeiten. Die neuen In­no­va­tio­nen und Mög­lich­kei­ten bringen neben Chancen neue Bedrohungen mit sich. Selbst wenn sich die Prävention aufgrund der zunehmenden Sicherheitsbedrohungen mit Cyberangriffen immer schwieriger gestaltet, gilt es, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, systematisch zu erfassen und mit geeigneten Massnahmen nachhaltig zu reduzieren.

Die elektromagnetische Strahlung (z.B. von Mobilfunkantennen oder Mobilfunkgeräten) ist in der Vergangenheit wiederholt mit möglichen Beeinträchtigungen von Klima und Gesundheit in Zusammenhang gebracht worden. Die Schweiz setzt dank der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) ein sogenanntes Vorsorgeprinzip um. Sie hat Grenzwerte für Basisstationen eingeführt, die im Vergleich zu den Empfehlungen der WHO und zu den gesetzlichen Bestimmungen der Nachbarländer einen zehnmal höheren Schutz vorsehen und für sämtliche Mobilfunk-Frequenzen (inkl. 5G) gelten. Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit erschweren für Swisscom die Bedingungen beim Netzbau, besonders bei Standortfragen von Mobilfunkantennen. Die öffentliche Besorgnis hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsbeeinträchtigungen durch elektromagnetische Strahlung könnte den Bau von drahtlosen Netzen in Zukunft selbst ohne verschärfte Gesetzesvorschriften weiter erschweren und die Kosten erhöhen.

Die Klimaveränderung birgt für Swisscom Risiken. Diese Risiken sind getrieben durch Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, durch Änderungen der physischen Klimaparameter (intensivere Niederschläge und erhöhte Durchschnittstemperaturen bzw. extreme Temperaturen; ferner schmelzender Permafrost) oder durch weitere ökonomische oder reputationsbezogene Faktoren. Die entsprechenden Entwicklungen könnten in erster Linie Basisstationen, Sendestationen und Anschlusszentralen gefährden und die Telekommunikationsinfrastruktur von Swisscom in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Die Analyse der Risiken aus den Klimaveränderungen stützt sich wesentlich auf die offiziellen Berichte des Bundesamts für Umwelt (BAFU) über die Klimaveränderung (Klimaszenarien CH2018). Swisscom veröffentlicht ferner jährlich einen eigenständigen Klimabericht.

Quelle
Swisscom ist Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die Aus­wir­kun­gen auf den Cash Flow, das Finanzergebnis und auf das Eigenkapital des Konzerns haben.

Risikominderung

  • Reduzierung der Cash-Flow-Volatilität durch Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Devisenoptionen und Designation für Hedge Accounting (Transaktionsrisiko)
  • Reduzierung des Umrechnungsrisikos durch Finanzierung in Fremdwährung und Designation für Hedge Accounting
  • Absicherung des Währungsrisikos auf Finanzierungen in Fremdwährung durch Einsatz von Währungsswaps

Quelle
Zinssatzrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Aus­wir­kun­gen auf den Cash Flow und die Finanzlage von Swisscom haben können.

Risikominderung

  • Einsatz von Zins­satz­swaps zur Steuerung des fix/variablen Anteils der Finanzschulden

Quelle
Swisscom ist aus ihrer ope­ra­ti­ven Ge­schäfts­tä­tig­keit und durch derivative Finanzin­stru­mente und Finanzanlagen dem Risiko des Ausfalls einer Gegenpartei ausgesetzt.

Risikominderung

  • Richtlinie bezüglich Anforderungen an Gegenparteien
  • Designierte Limiten pro Gegenpartei
  • Einsatz von Saldierungsabkommen unter ISDA (International Swaps and Derivatives Association)
  • Einsatz von Collateral Agreements

Quelle
Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement beinhaltet das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln und handelbaren Wertpapieren sowie die Möglichkeit zur Finanzierung durch garantierte Kreditlimiten.

Risikominderung

  • Prozess und Grundsätze zur Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität
  • Zwei garantierte Bankkreditlimiten von je CHF 2’200 Mio

Die Partner von Swisscom liefern jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von über CHF 2.7 Milliarden. Swisscom legt Wert auf eine faire und effiziente Partnerschaft mit Lieferanten, die ihre sozialen und ökologischen Ziele und Werte teilen. Gemeinsam mit ihnen setzt sich Swisscom für die Umwelt und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen ein.

Mehr zum Lieferanten-Risikomanagement
Faire Lieferkette

Swisscom lehnt Korruption in jeder Form ab. Die Geschäfte von Swisscom werden fair, ehrlich und transparent geführt. Um Korruption zu vermeiden, hat Swisscom zahlreiche organisatorische Vorkehrungen getroffen. Eine Anti-Korruptions-Weisung und verschiedene Leitfäden definieren korrekte bzw. inkorrekte Verhaltensweisen. Exponierte Mitarbeitende werden diesbezüglich speziell geschult. Die zentrale Compliance-Stelle (Group Compliance) überwacht die Umsetzung der Vorgaben. Schliesslich steht allen Mitarbeitenden ein vertraulicher, anonymer Meldekanal (Whistleblowing) zur Verfügung.

Meldekanal für Whistleblower

Eine kohärente und verantwortungsbewusste Steuerpolitik ist für Swisscom ein grundlegendes Element ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Swisscom legt Wert darauf, in jedem Land mit Geschäftstätigkeit einen fairen Anteil an Steuern zu bezahlen. Swisscom‘s Gewinn wird in Übereinstimmung mit lokalen und internationalen Bestimmungen und Normen (wie z.B. den OECD-Richtlinien) und unter Anwendung des Drittvergleichsprinzips auf die Länder, in welchen die Wertschöpfung erfolgt, alloziert.
Ertragssteueraufwand 2021 in Mio. CHF: 239 Schweiz, (20) Italien

Details zu den Ertragssteuern(öffnet ein neues Fenster)
Steuergrundsätze Swisscom (31 KB)(öffnet ein neues Fenster)