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Zwei Männer mit Sicherheitshelmen auf Baustelle. Sie sprechen zusammen, zeigen mit den Händen in die Ferne.
Digitalreport der ETNO

Stresstest bestanden

Die Netze der europäischen Anbieter haben den Stresstest in der Covid-Pandemie bestanden und die Möglichkeiten der Digitalisierung aufgezeigt. Die europäische Telecom Branche ist bereit, aktiv die digitale Zukunft für alle mit zu gestalten, wenn man sie denn lässt. Oft verhindern regulatorische Hürden oder Einschränkungen der Wirtschaftsfähigkeit dieses Ziel.
Esther Hüsler
Esther Hüsler, Mediensprecherin
03. März 2021

Der Verband der europäischen Telecom Anbieter (ETNO) publiziert jedes Jahr einen Bericht über den aktuellen Stand der digitalen Kommunikation in Europa. Der Bericht von diesem Januar ist in Englisch auf der Internetseite der ETNO verfügbar. Er beleuchtet in vier Kapiteln die Haupthemen und -herausforderungen der Telecom Anbieter in Europa, unterlegt mit Grafiken sowie Vergleichszahlen. Mit Europa sind nicht "nur" die 27 EU-Mitgliedsstaaten gemeint, sondern auch weitere europäische Länder, wie beispielsweise die Schweiz.

 

Das Jahr 2020 hat von uns allen viel gefordert. Wir haben alltägliche Tätigkeiten von real auf virtuell umgestellt und dabei festgestellt, dass dies dank stabiler und leistungsstarker Tele­kom­mu­ni­kations­infra­struktur in Europa möglich ist. Nicht nur um mit den Liebsten in Kontakt zu bleiben, sondern auch für andere von uns beanspruchte Dienstleistungen, wie online einkaufen, Bankgeschäfte erledigen oder von ausserhalb des Arbeitsplatzes arbeiten oder an Sitzungen teilnehmen. Die Covid-Pandemie hat uns gezwungen im Alltag neue Wege zu gehen und die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen.  

Grosse Herausforderungen warten

Die Netze haben den Stresstest im Dienst für Wirtschaft und Gesellschaft bestanden. Die Telecom Anbieter stehen jedoch vor vielfältigen Herausforderungen: Ausbau der Netze mit neuen Technologien wie 5G und Glasfaser, um den Datenanstieg zu meistern oder Innovationen zu ermöglichen, sowie Sicherheitsbedenken und -vorgaben zu erfüllen. Dies ist was kapitalintensiv ist und erfordert hohe Investitionen. Allgemein erzielt die Branche jedoch weniger Gewinn, viele Angebote werden als "flatrate" angeboten, virtuelle Services ersetzen Produkte beim Kunden und es befinden sich weniger europäische Anbieter unter den weltweit "Top 15" als noch vor zehn Jahren. Dies ist mitunter eine Folge der EU-Regulierung sowie der Ungleichbehandlung der lokal ansässigen Firmen und den grossen (amerikanischen) OTTs.

 

Europa will im Bereich der digitalen Kommunikation aufholen und Initiativen (etwa in den Themen open RAN, Künstliche Intelligenz) für mehr Innovation anstossen, um basierend auf europäischen Werten sowie Nachhaltigkeitszielen, global (wieder) eine führende Rolle in der Vernetzung einzunehmen. Die europäische Telecom Branche ist bereit, aktiv die digitale Zukunft für alle mitzugestalten.

 

Die Schweiz steht im Vergleich mit den europäischen Anbietern gut da, aber auch sie droht den Anschluss zu verlieren, wenn die regulatorischen Hürden beim Ausbau der Netze nicht erleichtert werden. Zusätzlich drohen Swisscom Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit durch Begehrlichkeiten von politischer Seite.  

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