Die Netze haben den Stresstest im Dienst für Wirtschaft und Gesellschaft bestanden. Die Telecom Anbieter stehen jedoch vor vielfältigen Herausforderungen: Ausbau der Netze mit neuen Technologien wie 5G und Glasfaser, um den Datenanstieg zu meistern oder Innovationen zu ermöglichen, sowie Sicherheitsbedenken und -vorgaben zu erfüllen. Dies ist was kapitalintensiv ist und erfordert hohe Investitionen. Allgemein erzielt die Branche jedoch weniger Gewinn, viele Angebote werden als "flatrate" angeboten, virtuelle Services ersetzen Produkte beim Kunden und es befinden sich weniger europäische Anbieter unter den weltweit "Top 15" als noch vor zehn Jahren. Dies ist mitunter eine Folge der EU-Regulierung sowie der Ungleichbehandlung der lokal ansässigen Firmen und den grossen (amerikanischen) OTTs.
Europa will im Bereich der digitalen Kommunikation aufholen und Initiativen (etwa in den Themen open RAN, Künstliche Intelligenz) für mehr Innovation anstossen, um basierend auf europäischen Werten sowie Nachhaltigkeitszielen, global (wieder) eine führende Rolle in der Vernetzung einzunehmen. Die europäische Telecom Branche ist bereit, aktiv die digitale Zukunft für alle mitzugestalten.
Die Schweiz steht im Vergleich mit den europäischen Anbietern gut da, aber auch sie droht den Anschluss zu verlieren, wenn die regulatorischen Hürden beim Ausbau der Netze nicht erleichtert werden. Zusätzlich drohen Swisscom Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit durch Begehrlichkeiten von politischer Seite.