Cloud-Begriffe erklärt
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Cloud-Begriffe erklärt

Die Cloud ist für Sie ein Buch mit sieben Siegeln und all die technischen Begriffe zum Thema schrecken Sie ab? Höchste Zeit, sich den Durchblick zu verschaffen. Denn Nutzen und Möglichkeiten von Cloud-Anwendungen sind bestechend. Wir erklären Ihnen die Technologie Schritt für Schritt.

Cloud-Anwendungen sind in aller Munde und entwickeln sich rasant weiter. Da den Überblick zu behalten, ist eine Wissenschaft für sich und Fachbegriffe wie Multi Cloud, On-Premises oder Iaas mögen kein grosses Interesse wecken. Doch die Cloud hat das Potenzial, Ihren Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit im Unternehmen enorm zu vereinfachen. Deshalb lohnt sich ein zweiter Blick!

In diesem interaktiven Glossar erklären wir Ihnen die wichtigsten Grundbegriffe rund ums Thema. Sehr wahrscheinlich, dass Sie Cloud-Anwendungen sogar bereits nutzen. Wetten? Klicken Sie sich durch die Infografik und erfahren Sie, wo Sie Ihre Daten möglicherweise schon in der Cloud speichern und welche Typen oder Modelle es gibt.

IT-Infrastruktur

Die IT-Infrastruktur umfasst alles, was Ihre Computerumgebung betrifft – quasi Ihre Informatik von A bis Z: Hardware wie Computer, Drucker, Telefon, Netzwerkkomponenten wie Firewall und Router oder Software wie CRM- und ERP-Systeme, Kundendatenbanken sowie Speichermedien (Bsp. Festplatte, USB und Cloud).

Network attached storage (NAS)

Ein NAS oder zu Deutsch Netzwerkspeicher ist eine an ein Netzwerk angebundene Speicherumgebung, also ein Verbund von Festplatten, die an ein Firmennetzwerk angeschlossen sind. Sobald sich ein Mitarbeiter mit seinem Benutzerprofil einloggt, hat er Zugriff auf die Daten auf dem NAS. Datensicherung und Datenschutz liegen in der vollen Verantwortung des Unternehmens.

Lokaler Datenspeicher

Lokale Datenspeicher sind Datenträger wie ein USB-Stick, Ihre Ablage auf dem Desktop oder eine externe Festplatte (HD), also alle Speichermedien, die direkt an einem Computer angeschlossen werden.

Cloud

Eine Cloud ist Online-Speicher und -Infrastruktur, in die man Daten oder ganze Systemumgebungen auslagern kann. Zu den grossen Vorteilen der Cloud zählen:

  • Hohe Skalierbarkeit, also die Möglichkeit, Speicherkapazität und Rechenleistung je nach Bedarf und mit geringem Aufwand hoch- und runterzuschrauben
  • Zuverlässige Verfügbarkeit; auf die Cloud kann per Login von überall zugegriffen werden und die Daten sind sicher gespeichert
  • Investitionssicherheit: Cloud-Lösungen laufen über ein Service-Abonnement. Die Umgebung wird vom Provider gewartet, grosse Investitionen in einen eigenen Server fallen weg.

Die populärsten Cloud-Dienste

  • Azure, OneDrive, Sharepoint (Microsoft)
  • MyCloud (Swisscom)
  • Amazon Web Services (Amazon)
  • Google Drive, Gmail (Google)
  • Dropbox (autonom)
  • iCloud (Apple)
  • Salesforce (autonom)

Private Cloud

Die Private Cloud wird im eigenen Rechenzentrum des Unternehmens oder über einen spezialisierten Anbieter aufgesetzt und nur von einer Firma genutzt. Üblicherweise wird sie vom Unternehmen selbst oder gegebenenfalls von einem Service Provider betrieben und ist nur für dedizierte Personengruppen zugänglich. Die Private Cloud wird auch strengen Datenschutzanforderungen sowie Regulatorien gerecht, und eignet sich daher speziell für sensible Daten wie beispielsweise vertrauliche Personalinformationen oder geheime Familienrezepte.

Public Cloud

Public-Cloud-Dienste sind für jedermann über das Internet zugänglich – alle Benutzer teilen sich die Infrastruktur; was es dazu braucht ist Internet, ein Login und los gehts. Über die Public Cloud sind bekannte Online-Speicher wie etwa Dropbox, MyCloud von Swisscom oder Google Drive erreichbar. Nutzen Sie Gmail, Bluewin oder Office 365 in Ihrem Unternehmen? Das sind zwar keine reinen Cloud-Speicher, werden aber auch in einer Public Cloud betrieben, wodurch Sie ein solches Cloud-Angebot bereits nutzen würden.

Hybrid Cloud

Wie sich vom Namen bereits herleiten lässt, ist die Hybrid Cloud eine Mischung, und zwar aus Private und Public Cloud. Der Cloud-Anwender bezieht eine Public Cloud und darin integriert ist eine Private-Umgebung für sensible Daten und Anwendungen. Diese Mischform ist beliebt, wenn es darum geht, hoch sensible Daten in einer Private Cloud zu lagern, während weniger sensible Daten ausgelagert werden können.

Multi Cloud

In einer Multi-Cloud-Umgebung nutzt ein Unternehmen gleichzeitig mehrere Cloud Services verschiedener Cloud-Anbieter.​ Die Multi Cloud verbindet somit die Angebote mehrerer Provider und ermöglicht die Kommunikation verschiedener SaaS- und PaaS-Anwendungen untereinander. Die Multi Cloud ist eigentlich eine Erweiterung der Hybrid Cloud, bietet aber weitaus mehr Möglichkeiten als die hybride Form. Multi Cloud ist insbesondere für grosse Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Anwendungen relevant.

IT-Outsourcing

Früher war alles auf dem Rechner, einem lokalen Datenträger oder dem Server im Keller gespeichert. Heute wird zunehmend in die Cloud verschoben. Das Auslagern von Daten und Anwendungen, oder auch von der gesamten Unternehmensinformatik, in eine virtuelle Umgebung nennt man Outsourcing. Ersetzt ein Unternehmen Teile seiner Informatik durch ein Angebot eines Providers, spricht man von Managed Services. Beispielsweise kann eine Firma für die Datensicherung die Dienstleistung eines Anbieters beanspruchen, statt das Backup selbst durchzuführen.

On-Premises

On-Premises ist quasi das Gegenteil von Outsourcing und ist ein anderer Ausdruck für lokal oder inhouse, auf den man im IT-Jargon regelmässig trifft. Wenn Sie für Ihr Unternehmen ein IT-System wie zum Beispiel ein CRM oder eine Buchhaltungssoftware benötigen, können Sie diese entweder bei sich auf dem eigenen Server – also On-Premises – aufsetzen und betreiben, oder Sie beziehen die Software im Outsourcing aus der Cloud.

Software-as-a-Service (SaaS)

Das KMU «mietet» Software aus der Cloud zu einem Fixpreis bei einem Anbieter. Die Berechnung erfolgt üblicherweise nach Anzahl der Benutzer, die Verwendung der Software erfolgt im Webbrowser. Eine lokale Software-Installation entfällt somit, und um sämtliche Updates und Fehlerbehebungen kümmert sich der Anbieter.

Plattform-as-a-Service (PaaS)

Anstatt Apps und Software auf einer eigenen Umgebung zu entwickeln, können Unternehmen komplette Entwicklungs- und Bereitstellungsumgebungen in der Cloud nutzen. Somit ist der administrative Aufwand geringer und es entfällt eine Anschaffung von entsprechender Hard- und Software.

Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

Bei IaaS werden Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher oder Netzwerkkapazitäten aus der Cloud bezogen. Wenn der lokale Server in die Cloud verschoben wird, ersetzt die Cloud die Hardware vor Ort (Virtualisierung), während Betriebssystem und Anwendungen im Unternehmen bestehen bleiben. Dabei kann die Betreuung der Infrastruktur durch das KMU selbst erfolgen, aber auch durch den IT-Partner oder den Cloud-Provider in Form eines Outsourcings.

Der Weg in die Cloud

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