Cloud-Begriffe erklärt
6 min

Cloud-Begriffe erklärt

Die Cloud ist für Sie ein Buch mit sieben Siegeln und all die technischen Begriffe zum Thema schrecken Sie ab? Höchste Zeit, sich den Durchblick zu verschaffen. Denn Nutzen und Möglichkeiten von Cloud-Anwendungen sind bestechend. Wir erklären Ihnen die Technologie Schritt für Schritt.

Cloud-Anwendungen sind in aller Munde und entwickeln sich rasant weiter. Da den Überblick zu behalten, ist eine Wissenschaft für sich und Fachbegriffe wie Multicloud, on Premise oder Iaas mögen kein grosses Interesse wecken. Doch die Cloud hat das Potenzial, Ihren Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit im Unternehmen enorm zu vereinfachen. Deshalb lohnt sich ein zweiter Blick!

In diesem interaktiven Glossar erklären wir Ihnen die wichtigsten Grundbegriffe rund ums Thema. Sehr wahrscheinlich, dass Sie Cloud-Anwendungen sogar bereits nutzen. Wetten? Klicken Sie sich durch die Infografik und erfahren Sie, wo Sie Ihre Daten möglicherweise schon in der Cloud speichern und welche Typen oder Modelle es gibt.

IT-Infrastruktur

Die IT-Infrastruktur umfasst alles, was Ihre Computerumgebung betrifft – quasi Ihre Informatik von A bis Z: Hardware wie Computer, Drucker, Telefon, Netzwerkkomponenten wie Firewall und Router oder Software wie CRM- und ERP-Systeme, Kundendatenbanken sowie Speichermedien (Bsp. Festplatte, USB und Cloud).

Schliessen

Network attached storage (NAS)

Ein NAS oder zu Deutsch Netzwerkspeicher ist eine an ein Netzwerk angebundene Speicherumgebung, also ein Verbund von Festplatten, die an ein Firmennetzwerk angeschlossen sind. Sobald sich ein Mitarbeiter mit seinem Benutzerprofil einloggt, hat er Zugriff auf die Daten auf dem NAS. Datensicherung und Datenschutz liegen in der vollen Verantwortung des Unternehmens.

Schliessen

(Lokaler) Datenspeicher

Lokale Datenspeicher sind Datenträger wie ein USB-Stick, Ihre Ablage auf dem Desktop oder eine externe Festplatte (HD), also alle Speichermedien, die direkt an einem Computer angeschlossen werden.

Schliessen

Cloud

Eine Cloud ist Online-Speicher und -Infrastrukur, in die man Daten oder ganze Systemumgebungen auslagern kann. Zu den grossen Vorteilen der Cloud zählen:

  • Hohe Skalierbarkeit, also die Möglichkeit, Speicherkapazität und Rechenleistung je nach Bedarf und mit geringem Aufwand hoch- und runterzuschrauben
  • Zuverlässige Verfügbarkeit; auf die Cloud kann per Login von überall zugegriffen werden und die Daten sind sicher gespeichert
  • Investitionssicherheit: Cloud-Lösungen laufen über ein Service-Abonnement. Die Umgebung wird vom Provider gewartet, grosse Investitionen in einen eigenen Server fallen weg.
Schliessen

Die populärsten Cloud-Dienste

  • Azure, OneDrive, Sharepoint (Microsoft)
  • MyCloud (Swisscom)
  • Amazon Web Services (Amazon)
  • Google Drive, Gmail (Google)
  • Dropbox (autonom)
  • iCloud (Apple)
  • Salesforce (autonom)
Schliessen

Private Cloud

Die Private Cloud wird im eigenen Rechenzentrum des Unternehmens oder über einen spezialisierten Anbieter aufgesetzt und nur von einer Firma genutzt. Üblicherweise wird sie vom Unternehmen selbst betrieben und ist nur für dedizierte Personengruppen zugänglich. Die Private Cloud wird auch strengen Datenschutzanforderungen sowie Regulatorien gerecht, und eignet sich daher speziell für sensible Daten wie beispielsweise vertrauliche Personalinformationen oder geheime Familienrezepte.

Schliessen

Public Cloud

Public-Cloud-Dienste sind für jedermann über das Internet zugänglich – alle Benutzer teilen sich die Infrastruktur; was es dazu braucht ist Internet, ein Login und los gehts. Über die Public Cloud sind bekannte Online-Speicher wie etwa Dropbox, MyCloud von Swisscom oder Google Drive erreichbar. Nutzen Sie Gmail, Bluewin oder Office 365 in Ihrem Unternehmen? Das sind zwar keine reinen Cloud-Speicher, werden aber auch in einer Public Cloud betrieben, wodurch Sie ein solches Cloud-Angebot bereits nutzen würden.

Schliessen

Hybrid Cloud

Wie sich vom Namen bereits herleiten lässt, ist die Hybrid Cloud eine Mischung, und zwar aus Private und Public Cloud. Der Cloud-Anwender bezieht eine Public Cloud und darin integriert ist eine Private-Umgebung für sensible Daten und Anwendungen. Diese Mischform ist bei Unternehmen beliebt, die je nach Bedürfnis eine Private und eine Public Cloud nutzen möchten.

Schliessen

Multicloud

Die Multicloud verbindet die Angebote mehrerer Provider, verschiedene SaaS- und Paas-Anwendungen kommunizieren miteinander. Die Multicloud ist eigentlich eine Erweiterung der Hybrid Cloud, bietet aber viel mehr Möglichkeiten als die hybride Form. Multicloud ist insbesondere für grosse Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Anwendungen relevant.

Schliessen

Outsourcing

Früher war alles auf dem Rechner, einem lokalen Datenträger oder dem Server im Keller gespeichert. Heute wird zunehmend in die Cloud verschoben. Das Auslagern von Daten und Anwendungen, oder auch von der gesamten Unternehmensinformatik, in eine virtuelle Umgebung nennt man Outsourcing. Ersetzt ein Unternehmen Teile seiner Informatik durch ein Angebot eines Providers, spricht man von Managed Services. Beispielsweise kann eine Firma für die Datensicherung die Dienstleistung eines Anbieters beanspruchen, statt das Backup selbst durchzuführen.

Schliessen

On Premise

On Premise ist quasi das Gegenteil von Outsourcing und ist ein anderer Ausdruck für lokal oder inhouse, auf den man im IT-Jargon regelmässig trifft. Wenn Sie für Ihr Unternehmen ein IT-System wie zum Beispiel ein CRM oder eine Buchhaltungssoftware benötigen, können Sie diese entweder bei sich auf dem eigenen Server – also on premise – aufsetzen und betreiben, oder Sie beziehen die Software im Outsourcing aus der Cloud.

Schliessen

Software as a Service (SaaS)

Klassische Beispiele für Software as a Service sind öffentlich zugängliche Mail-Anwendungen wie Bluewin und Gmail, oder Tools wie Salesforce, Trello oder SharePoint Online. Der Provider stellt die Software über die Cloud bereit und der Anwender greift über den Browser darauf zu. Die Teilung der Verantwortlichkeiten ist in der Regel wie folgt: Der Provider ist für die Wartung, die Verfügbarkeit und die Updates zuständig, während der Anwender – also das Unternehmen – die Nutzerzugriffe und die Daten, die in der Cloud gespeichert werden, selbst verwaltet. Ebenfalls in der Verantwortung der SaaS-Anwender liegt der Daten- und Informationsschutz.

Schliessen

Plattform as a Service (PaaS)

Diese Serviceausprägung wird vorwiegend im Bereich der Softwareentwicklung angewendet. Der Provider stellt eine sichere Plattform zur Entwicklung von Applikationen zur Verfügung (Entwicklungsumgebung, Programmcode und Datenbanken). Der Cloud-Consumer dagegen verantwortet die Sicherheit und Verwaltung von den auf der Plattform betriebenen Inhalten, also den Applikationen und Daten.

Schliessen

Infrastructure as a Service (IaaS)

Beim IaaS-Modell stellt der Cloud-Provider eine Umgebung für verschiedene Softwareapplikationen zur Verfügung: also ein virtueller Server, auf dem der Consumer sein Betriebssystem oder seine Anwendungen laufen lassen kann. Der Consumer transferiert seine Applikationen auf die Cloud und nutzt damit die Infrastruktur des Providers. Er verwaltet die Daten selbst, greift über die Cloud auf seine Software zu und ist weiterhin für die Datensicherheit zuständig. Der Service-Provider schützt die Virtualisierungsplattform vor Angriffen und stellt die Verfügbarkeit sicher. Ein Beispiel: Sie transferieren Ihr Windows-System vom lokalen Server in die Cloud von Swisscom und nutzen damit eine Infrastructure as a Service.

Schliessen

Der Weg in die Cloud

Und wie soll Ihr Unternehmen nun diesen wichtigen Bestandteil der digitalen Transformation überhaupt angehen? Unser Whitepaper unterstützt Sie bei den konkreten Schritten auf Ihrem Weg in die Cloud.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Jetzt lesen