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12 Kommentare zu “So tauschen Sie Dokumente digital rechtsgültig aus

  1. Leider kann der Autor «dass» und «das» nicht sauber auseinanderhalten und beherrscht die Kommaregel dazu nicht. Darum liest sicher der Text so schwer. Schade, denn der Inhalt ist wertvoll und informativ.

  2. Die Sache mit der elektronischen Signatur ist gefährlich. Zudem ist es recht schwierig eine gute , echte Untersschrift zu machen auf einem Tablett. Ich denke, dass es zu Fälschungen der Dokumente kommt…

    1. Das handschriftliche Unterschreiben auf einem Tablett oder ähnlich entspricht _NICHT_ der hier diskutierten digitalen Signatur.
      Eine handschriftliche Unterschrift ist immer anfällig für Fälschungen, egal ob mit Stift auf Papier, oder digital mit Tablett. Sicherheit wird durch die Identifikation der Person erreicht.
      Ihre Aussage «.. ist gefährlich» hat weder eine schlüssige Begründung noch betrifft sie den Text.

  3. Verstehe ich es richtig, dass beim Konsumkreditvertrag oder Grundstückkaufvertrag die qualifizierte elektronische Signatur (z.B. SuisseID) rechtsgültig ist?

  4. Danke für die gute Zusammenfassung. Ich habe nur eine Feststellung/Frage:

    Bei der einfache elektronische Signatur wird erwähnt, dass elektronische Signaturen laut Bundesgesetz Daten sind, «die anderen elektronischen Daten beigefügt oder die logisch mit ihnen verknüpft sind und zu deren Authentifizierung dienen». Weiter wird ausgeführt, dass ein Zertifikat im Hintergrund erstellt wird welches die Integrität des Dokuments sicherstellt. Dies ist aber, meiner Interpretation nach, keine Eigenschaft der einfachen elektronischen Signatur. Es werden keinerlei Anforderungen an die Integrität gestellt.

    Eine einfache elektronische Signatur ist z. B. eine Unterschrift, welche als Bild gescannt und unter ein Dokument gesetzt wird. Wie kann ich damit beweisen, dass ein Dokument nicht verändert wurde und warum dient dies nicht der Identifikation einer Person (im Bundesgesetz steht ja zu deren Authentifizierung)?

  5. Für die Übertragung eines Grundstücks auf den Erwerber bedarf es einer Beurkundung und eines Eintrages im Grundbuch. Kein Mensch würde es darauf ankommen lassen. Eine qualifizierte Schriftlichkeit reicht da noch nicht aus, egal ob handschriftlich oder digital. Vielleicht wird das ja aber einmal mit der Blockchain anders werden.

  6. Diese Verträge sind auch ohne Unterschrift gültig, egal, ob handschriftlich oder digital.

    Dieser Satz, glaube ich, ist so nicht korrekt.
    Verträge sind verbal oder schriftlich und immer nur mit einer Willenserklärung gültig.

    Ausserdem besagt der Satz , dass ein handschriftlicher Vertrag ohne Unterschrift gültig ist.

    Das ist aber falsch. Er wäre gültig mit Unterschrift. Ein handschriftlicher Vertrag ohne Unterschrift könnte sonst jeder aufsetzen und behaupten er wäre gültig, auch wenn der Vertragspartner nicht mal davon weiss.

    Das war zumindest bis heute mein Verständnis.

    1. Guten Tag Herr Zimmermann

      Als Nicht-Jurist kann ich Ihnen diese Frage leider nicht sofort beantworten. Ich kläre das aber ab und liefere die Antwort nach.
      Freundliche Grüsse aus der Redaktion
      Andreas Heer

      1. Guten Tag Herr Zimmermann

        Die Formulierung im Artikel ist korrekt. Das ist die Antwort unserer Rechtsabteilung: Ein Vertrag, verstanden als Vereinbarung von Rechten und Pflichten zwischen mindestens 2 Parteien, ist nicht zwingend etwas Schriftliches. Massgebend für die Gültigkeit eines Vertrages ist in der Regel nicht die Form, sondern der übereinstimmende Willen der Parteien beim Vertragsschluss. Fehlt der übereinstimmende Wille, ist kein Vertrag zustande gekommen. Folglich entsteht durch das blosse Erstellen eines schriftlichen Dokumentes, welches nicht den finalen Willen beider Parteien widergibt, kein Vertrag. Auf der anderen Seite ist ein von den Parteien (hand-)schriftlich erstellter Vertrag nicht automatisch ungültig, nur weil die handschriftliche oder digitale Unterschrift fehlt. Entscheidend ist, ob das Geschriebene dem Willen der Parteien entspricht. Ist das Dokument nicht unterzeichnet, ist dieser übereinstimmende Willen der Parteien im Streitfall aber schwieriger zu beweisen. Um diese Beweisschwierigkeiten zu minimieren empfiehlt es sich daher oft Verträge schriftlich zu verfassen und von allen Parteien unterzeichnen zu lassen. Die digitale Unterschrift kann diesen Prozess, insbesondere zu Zeiten vom Homeoffice, erheblich erleichtern.
        Ich hoffe, das klärt die Angelegenheit!
        Freundliche Grüsse aus der Redaktion
        Andreas Heer

      2. Und soweit ich informiert bin ist eine Signatur per Definition sehr wohl eine handschriftliche Unterschrift. Sie ist nur im Original verbindlich.

        Es geht bei einer Unterschrift um eine Zeichenfolge die zumindest einige Buchstaben des Namens erkennen lassen muss. Mit einem ballistischen Gutachten kann der Eigentümer der Unterschrift ermittelt werden.
        Eine digitale Signatur ist also eine «digitale Unterschrift». Hierbei wird das Wesen und die Rechtsverbindlichkeit einer Unterschrift in die digitale Welt transferiert bzw. gleichgesetzt.
        Der Eigentümer dieser «Unterschrift » kann ermittelt werden.
        So habe ich das mal verstanden.

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