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Anschluss an die digitale Welt – mit Swisscom Academy

Wir lernen unser ganzes Leben lang, denn wir wollen bereit sein für die Herausforderungen unserer Welt. Dieser einfache Grundsatz gilt auch im Alter. Praktisches Wissen zu digitalen Themen vermittelt die Swisscom Academy an diversen Standorten in der Schweiz.

Gerne wird älteren Menschen unterstellt, dass sie mit digitalen Tools und Devices nicht (mehr) zurechtkommen. Aber stimmt das wirklich? «Wer nicht fragt, bleibt dumm», sagt Kursteilnehmer Peter Ritter im Videoporträt und fügt hinzu, dass man sich getrauen müsse, Fehler zu machen.

„Wer fragt, ist eine Minute dumm. Wer nicht fragt, bleibt für immer dumm.“

Peter Ritter, Rentner

Wir haben uns selber umgesehen und den Grundlagenkurs «Sicherheit im Internet» besucht. Weil im Leben spielerisch fast alles einfacher geht, beginnt der Kurs mit einem Quiz. Woher kommt der Begriff «Spam»? Wie viele unerwünschte Werbeanrufe blockiert Swisscom im Monat? Die kleine Gruppe von Pensionären lässt sich nicht aufs Glatteis führen, beantwortet sämtliche Fragen korrekt und übernimmt Platz 1 im kurs-internen Ranking. Es beschleichen uns erste Zweifel am Klischee der angeblich digital überforderten Senioren.

Safety first: Ja, aber… 

Als es dann allerdings um die Sicherheit in den verschiedenen Netzwerken und Apps geht, ist eine gewisse Verunsicherung spürbar. Transaktionen im Onlinebanking würden die meisten Teilnehmer ausschliesslich über das WLAN zuhause tätigen, sagt Trainer Malik, der in Bern unterrichtet. 

Das mobile Netz ist genauso sicher, aber dem trauen sie nicht so recht über den Weg. «Die ältere Generation ist mit der Haltung aufgewachsen, dass man die Dinge verstehen muss, um sie richtig zu machen», erklärt Malik. Bei den digitalen Endgeräten passiere aber vieles im Hintergrund, und das verunsichere gerade ältere Menschen enorm. 

Sein Zürcher Trainerkollege Oliver ergänzt: «Wer beispielsweise WhatsApp herunterlädt, wird als erstes gefragt, ob die App auf die Kamera zugreifen dürfe. Weil sie um ihre Privatsphäre fürchten, blockieren viele Senioren den Zugriff – und wundern sich dann, warum sie keine Fotos versenden können.» 

Bild eines Handys einer Teilnehmerin.
Die Kursteilnehmenden üben am eigenen Gerät.

In Kontakt bleiben 

In den Modulkursen 1 bis 3, die sich mit den grundlegenden Funktionen von Smartphones oder Tablets beschäftigen, identifizieren die Trainer ein weiteres Problem: «Viele ältere Menschen glauben, die einzigen zu sein, die sich mit der Nutzung schwertun» sagt Malik. Diese Haltung kennt auch Kursteilnehmerin Maria aus ihrem eigenen Umfeld: «Manche Freundinnen bitten mich, eine Telefonnummer in ihrem Smartphone zu speichern. Weil sie glauben, das alleine nicht hinzubekommen.» Die pensionierte Physiotherapeutin schüttelt verständnislos den Kopf. Diese übervorsichtige Haltung ist ihr fremd. 

Maria, die selber eine Gehhilfe benötigt und nur eingeschränkt mobil ist, setzt alles daran, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Sie will vernetzt bleiben und ist bereit, die Chancen zu nutzen, die ihr die digitale Welt bietet. Gerade für Senioren wie sie selbst sei das doch enorm wichtig, findet sie. Deshalb probiert sie interessante Anwendungen ohne Berührungsängste aus. Und falls mal etwas nicht klappt, holt sie sich Rat. Im Internet, einem Kurs oder bei der Swisscom Helpline. «Ich habe kürzlich einen Kundenberater fast zwei Stunden mit Fragen gelöchert», sagt sie lachend. «Nachts um halb zwei muss doch jemand mit denen reden, sonst schlafen die ja ein». 

Chancen und Risiken 

Überhaupt sind viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen – vom E-Banking über den täglichen Medienkonsum bis hin zu den sozialen Netzwerken. Dabei sind sie sich der Tücken durchaus bewusst: Teilnehmerin Irene erzählt von einem Betrugsversuch auf ihrem Facebook-Account. Der Betrüger hatte sich als alter Freund aus den USA ausgegeben und bat sie um Geld, weil er in einer finanziellen Notlage sei. Mit diesem plumpen Versuch war er bei Irene allerdings an die Falsche geraten – sie meldete den Betrüger umgehend bei Facebook.   

Kursteilnehmerin Irene ging dem Facebook-Betrüger nicht auf den Leim.

Übrigens: «SPAM» war einst ein Markenname für Dosenfleisch in England, der sich aus «SPiced» und «hAM» zusammensetzte. Während des zweiten Weltkriegs war SPAM eines der wenigen nicht rationierten Lebensmittel und überall unbeschränkt erhältlich. Die britische Comedy-Truppe Monty Python produzierte 1970 einen Sketch über ein Restaurant, auf dessen Speisekarte fast nur Gerichte mit der Bezeichnung SPAM aufgeführt sind. Und so wurde der Ausdruck in den 1990er-Jahren zum stehenden Begriff für omnipräsente, nervende Werbe-E-Mails. 

Kursangebot Academy

Sind Sie bereit, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern? Swisscom Academy bietet an diversen Standorten in der Schweiz verschiedenste Kurse zu digitalen Themen. Diese können Sie vor Ort besuchen – aber auch Online-Kurse sind eine beliebte Ergänzung, um sich Wissen anzueignen.

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